Grillen

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Grillen – ein Thema mit vielen Facetten

Als ich Carinas Blogtext gelesen habe, musste ich grinsen. Grillen liebe ich auch. Und früher war das etwas, dass ich mit Familie und Freunden ebenfalls „zelebriert“ habe. Als ich ein Kind war, war Grillen immer ein spannendes Erlebnis – fast wie ein Spiel mit verschiedenen Leveln. Das ging mit dem Anzünden los und endete damit, dass zu viel gleichzeitig fertig wurde und die Teller dann überladen waren.

Als Erwachsene habe ich das Grillen als Zeremonie für mich entdeckt und bin damit wohl eine atypische Frau. Denn ich liebe es, Feuer zu machen, zu warten, bis die Kohle bereit ist – und dabei ein Glas Wein oder ein Radler zu trinken. Und natürlich das Grillen selbst. Dabei lege ich Wert auf Vielfalt, vom T-Bone-Steak über Lachs/Scampi, Gemüse bis hin zu Grillkäse kommt bei mir alles auf den Grill. Was auf meinen Grill nicht kommt, ist fertig mariniertes Fleisch. Dazu bereite ich mein Grillgut zu gerne selbst zu. Und was ich auch liebe, ist das langsame Grillen. Das heißt ich grille so, dass immer nur ein bis zwei Dinge gleichzeitig fertig sind. So hat man immer wieder eine kleine Pause und zelebriert es so wie eine Art mehrgängiges Menü.

Da ich einen Kugelgrill habe, gibt es dann manchmal auch Diskussionen, ob der Deckel jetzt drauf soll oder nicht. Da bin ich der Meinung: Wenn ich was auf großer Hitze kurz grille - Deckel auf. Aber wenn ich ein richtig schönes Steak grille, also z.B. ein T-Bone Steak, dann gebe ich dem kurz auf beiden Seiten Hitze und danach lege ich es in einen weniger heißen Bereich und lasse es langsam garen. Mit Deckel und immer wieder wenden. Und dann bekomme ich ein tolles Steak, innen rosa bis glasig (ich bin ein Fan von Medium-rare) außen kross. Dazu etwas grobes Salz, Kräuterbutter oder mein Chimichurri – und die Welt ist schön.

Ein etwas exotisches Grillgut möchte ich euch heute auch noch vorschlagen: Pfirsich oder Aprikose mit Speck. Superlecker! Einfach Pfirsich oder Aprikose waschen, halbieren und mit Speck umwickeln. Dann langsam mit wenigem wenden grillen, bis das Obst weich wird und der Bacon kross und knusprig ist. Das ist eine tolle Kombination aus dem frischen, leicht säuerlichen Obst und dem salzigen, herzhaften Bacon.